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Wein-News im Dezember 2018 vom 22.12.2018
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Wie sollte Wein gelagert werden?

Die Weinqualität kann nicht nur stark beeinträchtigt werden, es kann sogar passieren, dass der gesamte Wein verdirbt, falls dieser falsch gelagert wird. Daher gibt es einige Dinge, welche Sie unbedingt bei der Lagerung beachten sollten. Grundsätzlich sollte eine Weinflasche immer im liegend gelagert werden, denn nur so bleibt der Korken auch über einen längeren Zeitraum feucht. Sollte der Korken nämlich einmal trocken werden, hat dies zur Folge, dass Luft in die Flasche dringt und der Wein oxidiert.

Ebenfalls ist zu beachten, dass die Lichteinstrahlung möglichst gering ist, denn auch Licht schadet dem Wein. Denn Licht dient als Wärmequelle und umso stärker der Wein erwärmt wird, desto schneller altert diese und wird möglicherweise schal. Zudem sorgt Licht dafür, dass unerwünschte Geschmacksnoten im Wein auftreten können.

Die Lagerung im Kühlschrank

Um einen Wein kurzfristig zu lagern, ist der Kühlschrank ein optimaler Ort. Wichtig ist es jedoch, dass die Lagerung nur über einen kurzen Zeitraum geschieht, denn gerade Naturkorken verlieren mit der Zeit ihre Elastizität in diesem Klima. Folge davon ist, dass der Korken undicht wird und der Wein schal wird. Die optimale Temperatur, um einen Wein zu lagern, liegt bei circa 10 bis 15 Grad Celsius und daher ist der Kühlschrank für eine längerfristige Lagerung zu kühl.

Wein in einem speziellen Weinklimaschrank lagern

Wie der Name es schon verrät, handelt es sich dabei um einen geeigneten Platz, um Ihre liebsten Weinsorten zu lagern. In solchen Klimaschränken wird konstant die benötigte Temperatur für den Wein gehalten und zudem sind viele Geräte noch vibrationsfrei. Es gibt also keine Temperaturschwankungen, wodurch sich der Wein zusammen ziehen oder ausdehnen könnte. Bessere Geräte sollten ebenfalls mehrere Klimazonen besitzen, sodass sich dort verschiedene Arten von Weinen lagern lassen.

Ein extra Weinkeller als idealer Lagerort

Sollte der Keller allen Anforderungen entsprechen, ist dies der optimale Lagerort. Es darf nicht zu kalt und auch nicht zu trocken sein, um die möglicherweise teuren Weine nicht zu schädigen. Am häufigsten finden sich die idealen Bedingungen in alten Gebäuden wieder, während Neubauten meistens zu warm sind. Daher müssen Sie eventuell nachrüsten, um Ihren Keller in einen optimalen Weinkeller umzuwandeln.

Weinkeller
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Auch sollten Fenster zugemauert und Heizungsrohre isoliert werden, sowie eine Klimatür installiert werden. Unter Umständen lässt sich auch eine Klimaanlage hinzufügen, damit die Temperatur konstant gehalten wird. Ebenfalls sollten Sie bedenken, dass eine Vielzahl der Weine sich maximal für 5 Jahre lagern lässt.

Eine einfache Lagerung in der Wohnung

Sollte kein Keller vorhanden sein und Sie möchten trotzdem größere Mengen von Wein bei sich zu Hause lagern, müssen Sie erfinderisch werden. Es wird ein Ort benötigt, der zum einen immer kühl ist und gleichzeitig Dunkelheit gewährt.

Oftmals kann dieser Ort das Schlafzimmer sein, falls Sie dort nicht heizen und auch generell die Raumtemperatur deutlich unter 20 Grad liegt. Zudem müssen Sie beachten, dass regelmäßig gelüftet wird und auch am Tag möglichst wenig Sonnenlicht ins Zimmer scheint.

Andererseits können Sie versuchen, eine Ecke von Ihrem Wohnraum abzutrennen und dort eine Art Klimazelle einzurichten. In dieser Ecke herrscht dann die perfekte Temperatur für den Wein von 10 bis 15 Grad und zudem fällt noch möglichst wenig Licht dort hin. So lassen sich größere Mengen von Wein auch über einen längeren Zeitraum bei Ihnen in der Wohnung optimal lagern. Zudem gibt es mittlerweile einige Bausätze für einen „Mini-Weinkeller“, wodurch Sie zumindest ein Feeling von einem echten Weinkeller aufkommen lassen können.



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