Wein-News im Oktober 2007 vom 17.10.2007
Die Wahl der 59. Deutschen Weinkönigin
Das Deutsche Weininstitut organisiert bereits seit 1949 die Wahl der Deutschen Weinkönigin. Bislang gewann erst eine Frau des nordöstlichen Weinanbaugebiets an der Elbe, die deutsche Weinkrone. Ines Hoffmann ist 1996 zu Deutschen Weinkönigin gekürt worden.Am Freitag, den 12.10.2007, um 22.05 Uhr war es für Sachsen dann wieder so weit:
Eine 82-köpfige Jury wählte in Neustadt an der Weinstraße die Dresdnerin, Evelyn Schmidt, zur 59. Vertreterin der deutschen Weinwirtschaft.
Monika Reule, DWI-Geschäftsführerin, verkündete die frohe Botschaft, woraufhin die 24-jährige in die Knie sank.
Hinterher erzählt sie: "Da bricht erst mal alles unter einem weg." Ein Traum wird für Schmidt wahr und sie sagt glücklich: "Ich bin so aufgewühlt, ich kann's gar nicht glauben."
Zu Weinprinzessinnen wurden die 24-jährige Julia Metzler aus Rheinhessen und die 20 Jahre alte Pfälzerin Susanne Winterling gewählt.
Evelyn Schmidt arbeitet im Weingut Schloss Wackerbarth. Sie hatte sich in einer zwei Stunden andauernden Fernseh-Gala mit fünf Mitkonkurrentinnen messen müssen.
Die erste Aufgabe bestand darin vor imaginärer Versammlung ein Grußwort zu halten. Die Dresdnerin überzeugte mit ihrer Rede an den Verband Deutscher Mineralbrunnen voll und ganz: "Wasser und Wein haben beide ausgezeichnete Qualität, lassen Sie uns mehr davon trinken."
Die Werbefachfrau überzeugte die Jury sowohl mit rhetorischen Fähigkeiten, als auch beim Weinwissen, wo es über Weinbeschreibungen oder das Weinanbaugebiet Mosel ging.
Neue Showaufgaben und neues Konzept
Schmidts fünf Mitkonkurrentinnen mussten ebenfalls ihr Können unter Beweis stellen. Zum Einen galt es den Deutschen Fußballbund, zum Anderen die Deutsche Bischofskonferenz, sowie den Brauerbund von den Vorzügen des Weins zu überzeugen.
"Riesling hilft beim Tore schießen", sagte die Württembergerin Miriam Heckel und punktete mit ihrem Satz.
Corina Benz aus Baden lud "ihre" Polizisten dazu ein, die Weinfest-Gäste lieber im weiß-grünen Shuttle nach Hause, anstatt Streife, zu fahren.
"Auch mit Wein könne man immer ein neues Kapitel aufschlagen", warb Julia Metzler vor den Bischöfen mit Papst Benedikt und der Bibel.
Überzeugende Gemeinsamkeiten in Bier und Wein fand Antje Ihle aus Saale-Unstrut. Die 25-jährige Anglistik-Studentin warb: "Beide verkörpern unsere Kultur."
Lachanfälle beim Publikum löste die quirlige Susanne Winterling aus, indem sie die Versammlung der Frankfurter Buchmesse mit "liebe Bücherwürmer" begrüßte und vorschnelle Zwischenfragen in die Spiel-Runden stellte.
Zum ersten Mal in der Geschichte zur Wahl der Deutschen Weinkönigin mussten die sechs Teilnehmerinnen in mehreren Quizrunden nebeneinander antreten.
Zum Beispiel bestand eine Aufgabe darin, den falschen Ort in einem Weinanbaugebiet herauszufinden; in einer anderen galt es zu erkennen, dass eine Kreuzung aus einer roten und einer weißen Rebsorte ein Kerner ist.
Zudem musste beim Ratespiel "was bin Ich" ein Beruf aus der Weinwirtschaft, wie beispielsweise ein Weinessighersteller oder ein Wingertschütz, erraten werden.
Außerdem galt es bei einer Blindverkostung einen Wein zu beschreiben.
Durch all diese schwierigen Aufgaben wurden die Kandidatinnen von Moderator Holger Wienpahl galant geführt und letztendlich wurden alle Aufgaben sehr gut gemeistert.
Das neue Konzept des SWR sorgte im Allgemeinen für viel frischen Wind und modernen Glamour.
Auch bestand erstmals der Wahlablauf aus zwei Teilen: Eine 60-köpfige Jury, die aus Weinexperten, Prominenten und Journalisten bestand, wählte vergangenen Samstag, den 6.10.2007, aus den 12 Kandidatinnen zunächst die sechs Finalistinnen aus.
Alle 12 Damen waren zuvor Weinkönigin eines deutschen Anbaugebietes und wetteiferten in der Fachbefragung um den Einzug ins Finale.
Abschied von der 58. Königin
Die 58. Deutsche Weinkönigin, Katja Schweder, verabschiedete sich am Freitagabend aus ihrem Amt, indem sie ihre Krone vor laufenden Kameras auf ein Kissen legte.
Bis endlich verkündet wurde, dass Evelyn Schmidt die 59. Deutsche Weinkönigin sein wird, vergingen gut 90 Minuten.
Als neue Regentin will sie nun die Weinregionen mehr herausstellen.
Nach dem Trocknen der ersten Freudentränen, gab die Sächsin strahlend bekannt, dass sie sich auf das Jahr freue.
An die 300 Termine in der ganzen Welt kommen in ihrem Jahr auf die 24-jährige Königin zu. Eines war ihr aber schon klar: " Die Sachsen ticken jetzt aus".
Quelle: www.deutscheweine.de
Weitere Meldungen im Monat Oktober 2007
| 13.10.2007 | Bester Jungwinzer Deutschlands vom DLG gewählt |


Alle Weinregionen



